Conny Roßkamp

Portrait von Conny Roßkamp

Galerie

OHNE GNADE ODER AUCH NICHT SCHWEBENDER ZAUBER TOR ZUR WELT WEHMUT BIS ANS ENDE DER WELT FELS DER ENTSCHEIDUNG OHNE GRENZEN

Vita

geboren in Essen, Deutschland
lebt und arbeitet in Geilenkirchen

2018 Dozentin bei Artteam, Schweiz
2017 Dozentin bei der Freien Kunstakademie Gerlingen
2016 Dozentin bei der VHS Heinsberg
2011 Ernennung Europa-Künstlerin 2011 / Internet-Präsentation Europa-Union Leverkusen
2007 Mitglied beim Bundesverband Bildender Künstler, Aachen
1995 - 2000 Workshops für Malerei, Kunsttheorie und Farbenlehre im Atelier Prof. D. Crumbiegel
1993 - 1995 Landschaftsmalerei bei der Malerin H. Heusinger
1996 - 2011 Gründungsmitglied des Kunstvereins "Künstlerforum Übach-Palenberg e.V." und 1.Vorsitzende bis 1999
seit 1991 freie Malerin

Malerei als Ausdruck der spontanen Geste und dem Farbexperiment

Conny Roßkamps Gemälde lassen Landschaften assoziieren: Berglandschaften, Stadtlandschaften, Meereslandschaften. Doch der Schein trügt. Die Malerin malt keine Landschaften, sondern abstrahierte und reduzierte Bilder, die ganz aus der Farbigkeit und dem Duktus des Auftragens mit dem Spachtel, seltener dem Pinsel leben. Es geht in den Bildern der Künstlerin um das Thema der Malerei selbst, nicht um ein Abbilden von Realität in der Malerei.

Die durch die Abstraktion geschulten heutigen Sehgewohnheiten lassen zwar in den Vertikalen und Horizontalen bisweilen Berge, Hochhäuser oder Meereswogen erkennen, doch sind diese weder intendiert, noch faktisch auf der Leinwand vorhanden. Allein im Sehprozess des Betrachters erlangen die malerischen Farbwelten Conny Roßkamps eine Anbindung an real Gesehenes. Titel werden den Bildern erst nachträglich zugefügt und beeinflussen somit nicht den Produktionsprozess. Hierbei handelt es sich um Assoziationen und Stimmungen, die ausgehend von den Bildern entstanden sind.

Aus einer gegenständlichen Malerei, die bis Mitte der 1990er Jahre dominierte und einherging mit feiner Pinselführung, hat sie sich zu dieser Form der Malerei entwickelt, in der die spontane Geste und das Farbexperiment an Bedeutung gewinnt. Conny Roßkamps Farbwelten sind vielseitig und laden zu immer neuen Assoziationen ein.

Dr. Dagmar Preising
Kunsthistorikerin, Suermondt-Ludwig-Museum , Aachen
(Textauszug: Vorwort Katalog 2007)

Laudatio

Die Bilder von Conny Roßkamp werden mit gegensätzlich strukturierten Malweisen gestaltet. Pastos aufgetragenen Pinselstiche, wie auf einer Malpalette, auf der die Farbtöne gemischt werden, wechseln mit feinen, dunstigen Farbschleiern ab. Alles sieht wie wilde, tachistische Malerei aus, wäre da nicht der Eindruck, dass die Malerin ihr Handwerk so gut beherrscht und damit den Betrachter zu irritieren vermag. Scharfe Kanten kräftiger Farbaufträge grenzen an athmosphärische Flächen, die zunächst wie ein Bildgrund erscheinen. Leuchtendes Grün und Blau steht im Kontrast zu erdfarbenen Tönen oder schrillen Weiß, das an das ewige Eis an den Polen der Erde oder im Hochgebirge erinnert. Manchmal wirkt die Bildfläche wie aus ähnlichen Teilen anderer Bilder zusammengesetzt. Aber nichts ist zufällig, immer spürt man die bewusste Entscheidung der Malerin. So kann das Spiel mit der Wahrnehmung sofort beginnen. Man sieht plötzlich Erscheinungen, die gar nicht gemalt sind, glaubt Gebirgslandschaften, Wolken, ruhige Wasserflächen zu erkennen und freut sich an landschaftlichen Bildillusionen. Schaut man aber die Bilder genauer an, zerfällt der soeben gesehene landschaftliche Eindruck wie eine Täuschung und man erkennt das Material, aus dem das Bild besteht. Das gelingt immer dann, wenn man sich den Farben direkt zuwendet, die Farbe dadurch als Energie wahrnimmt, die in ihrer Unmittelbarkeit dem menschlichem Fühlen entspricht. Konzentriert sich der Betrachter aber auf die Wahrnehmung der Farben als ein Merkmal unserer gegenständlichen Welt und auf die Wiedererkennbarkeit schon gesehener Bilder, sieht er Landschaften, Wasserflächen und Athmosphären. Und nach einiger Zeit gelingt es ihm, zwischen diesen beiden Sehweisen hin und her zu pendeln, dem primären Prozess des Sehens, der Farbe als Energie erkennt, die Gefühle auslösen kann, und dem sekundären Prozess, der eben diese visuelle Wahrnehmung zu entschlüsseln versucht und dadurch Erscheinungen von Bergen, Wasser und Luft suggeriert. Die Malerin vermeidet dabei geschickt eine weitere Präzisierung des gegenständlichen Eindrucks, die eine Pendelbewegung zwischen beiden Sehweisen erschweren würde. Und dann gibt es zwischen den vielen Bildern von Landschaften, die gelegentlich auch an Fotos von fernen Planetenoberflächen erinnern, gemalte Gesichter zu sehen, Portraits von Frauen, manchmal undeutlich, dann wieder fragmentarisch aus dem Malakt entwickelt. Diese Selbstportraits verstärken in ihrer doch eindeutigen Lesbarkeit den Eindruck, dass die Landschaften eine Zwischenwelt darstellen, die sich in der Pendelbewegung der beiden beschriebenen Sehweisen selbst erschafft.

Laudatio von Reinhard Fritz,1995-2011 Präsident, Vorstandsmitglied der Neuen Gruppe, BBK und Jurymitglied, Engagement & Ausstellungsgestaltungen der Großen Kunstausstellung im Haus der Kunst, München.

Ausstellungen

Individual exhibitions (selection)

2018 Fröndenberg/Ruhr, Rathaus-Galerie Fröndenberg
2009 Aachen, ART-Hotel Superior
Lübeck/Herrnburg, Galerie Kunst im alten Zollhaus
2008 Geilenkirchen, Kreissparkasse
2006 Geilenkirchen, Atelier-Ausstellung
2005 Zülpich, galerie eins und Galerie Picaflor Wermelskirchen, Kunstverein Wermelskirchen e.V., Galerie Markt 9
2004 Sylt (Kampen und Westerland) Sylter Kunstfreunde e.V. Belgien, Aachener KünstlerHaus e.V.
2003 Schweiz, Ascona Lago Maggiore, Casa Berno
2002 Geilenkirchen, Atelier-Ausstellung
2001 Düsseldorf, Landtag NRW Sylt / Morsum, Muasem Hüs, Sylter Kunstfreunde e.V. Oberhausen, Deutsche Bank 24
2000 Geilenkirchen, Galerie Haus Basten Herzogenrath / Aachen, Volksbank Herzogenrath EG Langenfeld, Deutsche Bank 24
1999 Sylt /Westerland, Stadt-Galerie Sylter Kunstfreunde e.V. Essen, Galerie Regenbogen
1998 Freiberg /Dresden, Theater-Galerie

Group exhibitions (selection):

2019 Bonn, Kunstverein Bad Godesberg
2018 Abtei Brauweiler, 30.KunstTage Rhein-Erft (Katalog)
2017 Mannheim, Galerie Böhner
2016 Weilburg an der Lahn, Bergbau-und Stadtmuseum
2015 Sindelfingen, internationale Kunst & Antik-Messe
Austria, ART Innsbruck, Kunstmesse
ART Frankfurt 15, internationale Kunstmesse, Galerie Kerstan
Bad Säckingen, Grand Salon 2015, Preisträgerin Kategorie Expressionismus/Abstrahiert
Osnabrück, Impulse International, Kunstmesse
Backnang, Galerie Kerstan
ART Sylt,Neue Bootshalle am Hafen List, Galerie Syrlin
Mönchengladbach, Städtisches Museum
2014 Burscheid, Kulturverein Burscheid e.V.
Abtei Brauweiler, 26.KunstTage Rhein-Erft (Katalog)
Lettland, Riga, Rietumu Gallery
Stuttgart, Galerie im Verwaltungsgericht
2013 Frankenthal (Pfalz), Kunsthaus Frankenthal, Perron Kunstpreis
Strasbourg, ST-ART FAIR, intern. Kunstmesse
2012 USA, Miami/EUART (Satelitenmesse zur Art Basel Miami)
USA, Miami, Red DOT, internationale Kunstmesse
Soest, Museum Wilhelm-Morgner (Katalog)
Berlin, Temporary Gallery Berlin
2011 USA, Miami/EUART (Satelitenmesse zur Art Basel Miami)
USA, Miami, Red DOT, internationale Kunstmesse
Soest, Museum Wilhelm-Morgner (Katalog)
Berlin, Temporary Gallery Berlin
2011 Italien, Palazzo Borromeo Arese, 20031 Cesano Maderno
Warschau, Galeria SD Wilanów
USA, Brogan Museum of Arts and Science, Tallahassee
USA, Miami, Red DOT, Internationale Kunstmesse
2010 Hilden, Galerie QQArt
Schweiz, Ascona Lago Maggiore, Casa Berno
Warschau, ART FAIRE, Galerie Syrlin
Hamburg, AlsterART, Künstlermesse (Katalog)
Stuttgart-Leinfelden, Filderhalle, Syrlin Kunstverein e.V.
2009 Hamburg, AlsterART, Künstlermesse (Katalog)
2008 Sankt Andreasberg, Harz (internationale Ausstellung mit Katalog)
Hamburg, AlsterArt, Künstlermesse (Katalog)
2007 Hamburg, HanseART internationale Künstlermesse
2006 Heinsberg, Internationaler Kunsttransfer der Sparkassen-Stiftung
2004 Bad Münstereifel, galerie eins
2003 Belgien, Gemmenich, Aachener KünstlerHaus e.V.
2002 Heinsberg, Internationaler Kunsttransfer der Sparkassen-Stiftung
1998 Niederlande Kulturfestival Rimburg (NL)
1997 Erkelenz, Haus Hohenbusch
1996 Übach-Palenberg, Schloß Zweibrüggen
1995 Köln, Pride Galery